Standardkonformität im Web

Standardkonformität von Webseiten und Webanwendungen

Problemstellung

Unser Kunde betreibt seine Webpräsenz seit rund 20 Jahren. Die Durchführung regelmäßiger Redesigns diente lediglich dem Ziel, neue Technologien umzusetzen und größeren Bildschirmgrößen gerecht zu werden. Das Grundgerüst der Seite wurde jedoch zuletzt 2014 angefasst, so dass die Seiten nicht mehr den aktuellen Standards genügen. Ebenfalls wurden die Seiten ausschließlich für PC-Monitore optimiert; ein responsives Design für die Darstellung auf Smartphones und Tablets wurde nicht umgesetzt.

In den vergangenen Jahren hat sich die Nutzung von Webseiten zunehmend auf Mobiltelefone und Tablets verschoben. Einzelne Webseiten verzeichnen derzeit Mobilzugriffe bis zu 80% - dieser Trend lässt sich bei allen Webseiten verzeichnen. Da proprietäre Technologien auf Smartphones häufig nicht zur Verfügung stehen, ist die Nutzbarkeit deutlich eingeschränkt.

Weiterhin verzeichnete die Seite über die Jahre eine sinkende Platzierung bei Google und anderen Suchmaschinen, da diese ihre Crawler mehr und mehr in Richtung Standardkonformität und Mobilanwendungen optimieren. Seiten, die diesen Anforderungen nicht genügen werden zunehmend mit schlechten Platzierungen abgestraft.

Zielvorgabe

Der Kunde kam zu dreivirtuell um ein Redesign seiner Seiten zu beauftragen. Das erklärte Ziel war, die Seite für >90% aller Besucher vollständig nutzbar zu machen, unabhängig vom eingesetzten Medium. Ebenfalls wollte der Kunde die zunehmend schlechter werdende Suchmaschinenplatzierung umkehren und sich gegenüber den Wettbewerbern wieder verbessert platzieren. Verbesserte Ladezeiten und schnellere Darstellung in Browsern auf weniger leistungsfähigen Maschinen waren als Sekundärziele ebenfalls Teil des Projekts.

Kundenlösung

Obwohl die Seite mit den Inhalten über 20 Jahre gewachsen ist, war das Redesign nach wenigen Wochen beendet. Mit Hilfe moderner Werkzeuge und den bei dreivirtuell in-house entwickelten Werkzeugen war es möglich, das Projekt in verhältnismäßig kurzer Zeit abzuschließen. Aufgrund der Einhaltung von Webstandards wie HTML5, CSS3 und JavaScript war es möglich, die Seiten sowohl für Mobilgeräte wie auch Desktopcomputer zu optimieren. Die Seiten sind aktuell für rund 95% aller Internet-Nutzer sehr gut nutzbar und die Ladezeiten konnten um 15% verkürzt werden.

Das Ranking der Kundenpräsenz hat sich um durchschnittlich 30% verbessert, weitere Maßnahmen für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) wurden gestartet, um das Ranking weiter zu verbessern. Laut Aussage der Google Search Console sind die Seiten nun vollständig für Mobilanwendungen geeignet und es liegen keine technischen Probleme vor.

Hintergrund

Mit Aufkommen des Standards HTML4 und den ersten Versionen von CSS wurde das Web in der Breite populär. Doch die Browserhersteller entwickeltem zunehmend proprietäre Lösungen, um sich von den Wettbewerbern abzusetzen, so dass für nahezu jeden einzelnen Browser eine angepasste Lösung entwickelt werden musste. Spätestens beim Einsatz von JavaScript und asynchronem Laden von Inhalten war eine Browser-Weiche Pflicht und trieb die Entwicklungskosten für Webseiten zunehmend in Höhe.

Aus diesem Grund wurden zahlreiche Webseiten auf Basis von Adobe Flash, Java und ähnlichen Technologien entwickelt, um diese Mehrfachaufwände zu minimieren. Als große Nachteile dieser Lösung war anzusehen, dass diese Seiten keinesfalls für Mobiltelefone geeignet waren und einen erheblichen Overhead an zu übertragendem Datenvolumen hatten.

Mit Aufkommen der Standards HTML5 und CSS3, aber auch mit der Standardisierung von JavaScript durch die ECMA, war der Weg für standardkonforme Webseiten geebnet. Die Browserhersteller setzten diese Standards sehr schnell auch in entsprechende Produkte um und dies ermöglichte es Webdesignern und Entwicklern, schlanke Seiten zu entwickeln, die ohne großen Overhead auf nahezu allen Endgeräten einsetzbar waren. Neue Technologien sind zwischenzeitlich nahtlos integriert, so dass auch asynchrone Kommunikation, 3D-Grafik, Ton- und Videoausgabe standardkonform stattfinden können und neue Anwendungen zu Kollaboration im Browser umgesetzt werden können, ohne hierfür auf proprietäre Plattformen setzen zu müssen.

Als besonderen Vorteil sehen wir bei dreivirtuell die Wartbarkeit der so entwickelten Webseiten und Webanwendungen. Gerade in Zusammenarbeit mit Content-Management-Systemen, Online-Shops und Schnittstellen zu externen Systemen ermöglichen standardkonforme Webseiten verkürzte Entwicklungszeiten und ein deutlich verbessertes Kundenerlebnis. Im Hinblick auf zukünftige Erweiterbarkeit setzen wir auf verabschiedete Standards und nutzen proprietäre Erweiterungen ausschließlich dafür, Optimierungen für spezielle Anwendergruppen durchzuführen. Die Basisfunktionalität aller Seiten und Webanwendungen, die von uns entwickelt werden entsprechend gültigen und etablierten Standards.

Benötigen Deine Seiten auch ein standardkonformes Redesign?